Raumspar-Lösung für die Zukunft

Öl-Kompakt-Heizzentrale mit Verbindung zum Gebäudeleitsystem

Ein moderner Ölkessel mit untergestelltem Warmwasserspeicher benötigt nur noch einen Quadratmeter Stellfläche. Und einschließlich der Tankanlage beansprucht eine Öl-Unit heut-zutage weniger als fünf Quadratmeter. Wie in Zukunft moderne Ölheiztechnik nochmals wesentlich Platz sparender und zudem in ein System vernetzter Gebäudetechnik integriert werden könnte, zeigte das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) auf der Fachmesse IFH/Intherm in Nürnberg mit der funktionsfähigen Studie einer "Öl-Kompakt-Heizzentrale".

Die Mini-Heizzentrale, die es in dieser Konstellation noch nicht zu kaufen gibt, besteht aus einer IWO-Entwicklungsstudie, der besonders kompakten "Öl-Brennwerttherme mit Oberflächen-brenner", und dem Prototypen eines Heizöllagermoduls, dem "Tank im Schrank". Das Öllagermodul mit einem Fassungsvermögen von 500 Litern Heizöl wurde in einem zwei Meter hohen und knapp 90 Zentimeter breiten Metallschrank mit einer Tiefe von nur 35 Zentimetern untergebracht. Ein in die Schrankfront integriertes Display enthält neben Füllstandsanzeige und Leckage-Überwachung auch eine Verbrauchs- und Bedarfsanzeige.

Das relativ bescheidene Volumen des "Tanks im Schrank" wird der Sparsamkeit moderner Ölheiztechnik und dem geringen Wärmebedarf heutiger Niedrigenergiehäuser gerecht. Mit ihren Leistungsstufen von 9,5 und 18 Kilowatt (kW) ist auch die damit kombinierte raumluftunabhängige Öl-Brennwerttherme entsprechend ausgelegt. Die sehr kleine Baugröße dieser wandhängenden Öl-Unit - ganze 75 Zentimeter hoch, 45 Zentimeter breit und ebenfalls nur 35 Zentimeter tief - wurde durch den Einsatz neuester Techniken erreicht, hier durch den Einbau eines besonders schadstoffarmen Oberflächenbren-ners. Dieser ist seitlich in den zylindrischen Kessel eingebaut, die Wärmeauskopplung erfolgt in diesem Bereich fast ausschließlich durch Strahlung. In dem sich anschließenden kleinen Wärmetauscher hingegen wird die Wärme überwiegend konvektiv übertragen. Zur Brennwertnutzung, also zur Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes, wird das Abgas durch ein Wasserbad geleitet.

Dieses Wasserbad sorgt aufgrund der ausgezeichneten Dämpfungseigenschaften von Wasser zusätzlich für einen extrem leisen Be-trieb des Wandgerätes. In der Verbindung mit dem Einsatz des "flüsternden" Strahlungsbrenners sind Betriebsgeräusche praktisch nicht mehr wahrzunehmen.

In zukünftigen Gebäudegenerationen könnten die Kontroll- und Messeinrichtungen des Öl-Brennwertgeräts und eines solchen Öllagermoduls mit einem Gebäudeleitsystem verbunden werden. Dann könnte beispielsweise der Heizöllieferant jederzeit online den Brennstoffbedarf abfragen und ans Nachtanken erinnern. Genauso gut könnte der Heizungsfachmann via Fernüberwachung den effizienten Betrieb der Öl-Brennwerttherme prüfen, eventuelle Störungen frühzeitig erkennen und unmittelbar beheben.