Der Preis ist heiß!

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„Wir staunen oft über das gute Preisgefühl unserer Kunden und darüber, wie oft sie den richtigen Zeitpunkt ihrer Bestellung gewählt haben.“

(Ernst Petersen, Geschäftsführer)

Wer sich regelmäßig über den Heizölmarkt informiert, wird einen günstigen Kaufzeitpunkt finden. Daher beobachten wir den Heizölmarkt täglich, um die Preisentwicklung für Sie einzuschätzen und eine Empfehlung für Sie abzugeben.

Der Preis für Heizöl unterliegt dabei vielen Einflüssen. Sein börslicher Tagespreis in Verbindung mit der Liefermenge, dem Lieferort und der gewünschten Qualität beeinflussen den aktuellen Endpreis am stärksten. Heizöl Standard ist dabei stets günstiger als die Premium-Heizöle Plus und EcoPlus.

Rufen Sie uns gern an, wenn Sie nähere Fragen zum aktuellen Preisgefüge haben.

24.10.2020 11:00

CO2-Preis für fossile Energieträger: Das sollten Sie jetzt wissen

Gas, Heizöl und Kraftstoffe betroffen

Mit Beginn des Jahres 2021 wird ein CO2-Preis auf fossile Energieträger erhoben. Damit werden Kraftstoffe an der Tankstelle, aber auch Gas und Heizöl für die Wärmeversorgung voraussichtlich teurer. Worauf müssen sich insbesondere Eigenheimbesitzer jetzt einstellen, und was können sie diesbezüglich tun? Das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) hat die wichtigsten Antworten zusammengefasst.

 

Auf was wird der CO2-Preis angerechnet?

Auf fossile Energieträger wie Gas, Flüssiggas und Heizöl, aber auch auf fossile Kraftstoffe wie Benzin und Diesel wird ab 1. Januar 2021 eine zusätzliche Abgabe –die sogenannte CO2-Bepreisung – erhoben. Sie soll dazu beitragen, dass insgesamt weniger solcher Kraft- und Brennstoffe verbraucht werden und die so verursachten Treibhausgasemissionen sinken.

 

Wie hoch wird der CO2-Preis sein?

Grundsätzlich wird auf alle fossilen Energieträger der CO2-Preis erhoben. Für 2021 beträgt dieser 25 Euro pro Tonne CO2, das entspricht für Kraftstoffe wie Benzin rund 7 Cent pro Liter und für Diesel rund 8 Cent. Für Brennstoffe zur Gebäudeversorgung wird der Aufschlag beim Heizöl etwa 8 Cent pro Liter betragen, pro Kilowattstunde entspricht das etwa 0,75 Cent, bei Flüssiggas sind es ca. 0,65 Cent und bei Erdgas 0,55 Cent. Die Unterschiede hier sind also relativ gering.

 

Die Erhöhung des Heizölpreises aufgrund der CO2-Bepreisung liegen im Rahmen der gewohnten Preisschwankungen. Bezahlt ist die Abgabe bereits beim Mineralölhändler, so dass der Verbraucher einen Komplettpreis inklusive CO2-Preis bekommt. Foto: IWO

Was bedeutet das für meine Heizkosten?

Die CO2-Abgabe wird nicht von den Verbrauchern selbst entrichtet, sondern von den sogenannten Inverkehrbringern von Kraft- und Brennstoffen, vereinfacht gesagt also den Herstellern. Die Preissteigerungen, die ab dem 1. Januar zu erwarten sind, liegen im Rahmen der üblichen Preisschwankungen. Gerade Heizölkunden haben die Möglichkeit, je nach Füllstand ihrer Tankanlage Zeiten mit niedrigen Marktpreisen zur gezielten Bevorratung zu nutzen. Viele haben dies in den vergangenen Monaten bereits getan, da der Brennstoffpreis aktuell spürbar günstiger ist als in den vergangenen Jahren. Allerdings wird die CO2-Bepreisung in den kommenden Jahren weiter steigen, sodass es, neben dem wichtigen Klimaschutzaspekt, auch finanziell sinnvoll sein kann, Maßnahmen zur Verbrauchsminderung zu ergreifen.

 

Was können Hauseigentümerinnen und -eigentümer jetzt tun?

Eine erste Maßnahme, den CO2-Preis mit heimischen Mitteln zu kompensieren, ist das Energiesparen. Nicht jede kurze Strecke muss mit dem Auto zurückgelegt werden. Bei der Wärmeversorgung lassen sich durch bewusstes Heizen und Lüften unnötige Verbräuche vermeiden. Dazu gehört zum Beispiel ein moderates Absenken der Raumtemperatur und gezieltes Stoßlüften. Fenster sollten an kalten Tagen nicht längere Zeit „auf Kipp“ stehen. Gerade Besitzer einer älteren Heizung, die noch nicht mit effizienter Brennwerttechnik arbeitet, sollten jedoch anfangen, eine Modernisierung zu planen. Dabei ist es meist am günstigsten, beim bestehenden System zu bleiben. Wer seine Heizung auf moderne Öl-Brennwerttechnik modernisiert, spart zum Beispiel in der Regel mehr ein, als durch die zusätzliche CO2-Bepreisung an Kosten anfällt.

 

Was kann darüber hinaus getan werden?

Die Gebäudedämmung – zum Beispiel von Dach, Fassaden oder auch der Kellerdecken – ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, den Energiebedarf eines Gebäudes zu senken, vor allem dann, wenn ohnehin Modernisierungsmaßnahmen anstehen. Eine weitere Option ist die Einbindung erneuerbarer Energie in die Wärmeversorgung. Wer eine moderne Brennwertheizung zu Hause hat, kann sie vergleichsweise einfach mit einer Solaranlage zu einer Hybridheizung erweitern und so noch mehr Brennstoff und Emissionen einsparen.

 

Können Kraft- und Brennstoffe künftig klimaschonender werden?

Auch herkömmliche Gebäude mit Ölheizung haben eine klimafreundliche Perspektive, denn: Langfristig wird auch der eingesetzte flüssige Brennstoff erneuerbar werden. „An erneuerbaren flüssigen Energieträgern wird mit Hochdruck gearbeitet, in vielen Demonstrationsprojekten werden sie bereits heute völlig problemlos in aktueller Heiztechnik eingesetzt“, berichtet dazu Adrian Willig, Geschäftsführer des IWO. Untersuchungen in Theorie und Praxis zeigen: Durch mehr Effizienz, Hybridtechnik und den künftigen Einsatz solcher Future Fuels können Gebäude mit Ölheizung die Klimaziele erreichen.

 

Mehr Informationen dazu auf www.zukunftsheizen.de.

 

IWO, 2020

 

Pressekontakt:

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Quelle: https://www.zukunftsheizen.de/presse/co2-preis-fuer-fossile-energietraeger-das-sollten-sie-jetzt-wissen.html

Quelle: Futures-Services

23.10.2020 10:36

Preisstatistik: Heizölpreise steigen nur langsam

Die Heizölpeise haben sich seit dem Einbruch im Frühjahr nicht nachhaltig erholen können – dies macht der statistische Preisvergleich deutlich. Auch wenn ein Teil des Preisverlustes in den Sommermonaten wieder eingeholt wurde, haben die Preise nun offenbar ein Plateau erreicht. Es könnte also noch eine ganze Zeit dauern, bis die Heizölpreise wieder auf dem Vor-Corona-Niveau angelangt sind.

 

Die kurzfristige Heizölpreisentwicklung zeigt, dass sich die Heizölpreise seit September etwa auf dem Niveau von Mai und Juni bei etwa 39 bis 41 Euro eingependelt haben. Zwar hat seit Mitte September ein leichter Aufwärtstrend eingesetzt, dieser ist allerdings im Vergleich eher flach und hat auch noch nicht dazu geführt, dass die vorläufigen Hochs von Ende Juni wieder erreicht wurden.

 

Die  Betrachtung der langfristigen Preisentwicklung, die auch die beiden Vorjahre mitberücksichtigt, zeigt, auf welch niedrigem Niveau die Preise sich nach wie vor befinden. Die Heizölpreise sanken im Frühjahr coronabedingt um fast 50 Prozent. Der höchste Jahreswert am 6 Januar betrug 69,87 Euro, der tiefste Wert am 28. April nur noch 35,39 Euro. Seitdem schwanken die Heizölpreise in einer Spanne von etwa 8 Euro.

Wer seinen Tank in diesem Jahr also noch nicht voll gemacht hat, sollte jetzt zuschlagen. Bis zum Ende des Jahres profitieren Verbraucher schließlich zum einen von der gesenkten Mehrwertsteuer, zum anderen von der erst ab Januar fälligen CO2-Steuer. Diese wird mit dem Beginn des neuen Jahres auch für Heizöl fällig und wird mit etwa 8 Cent pro Liter zu Buche schlagen.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. bzw. seit 1.Juli 2020 16% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 1,10 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise 23.10.2020

Quelle: Futures-Services

22.10.2020 9:44

US-Ölbestandsdaten belasten Preise

Das amerikanische Energieministerium hat auch in dieser Woche wieder offizielle Zahlen zur Ölproduktion und den Vorratsmengen des Landes veröffentlicht. Da die USA der größte Ölverbraucher der Welt sind, werden die Daten von Marktteilnehmern weltweit genau betrachtet und haben oft unmittelbare Auswirkungen auf die Börsenkurse. Das aktuelle Zahlenwerk hat die börsengehandelten Rohölpreise erst einmal in den Keller geschickt.

 

Schwache Nachfrage bleibt Hauptproblem
Das Department of Energy (DOE) der USA meldet jeden Mittwoch die Rohölbestände des Landes, sowie die Vorräte an Benzin und Destillaten wie Heizöl und Diesel. Außerdem veröffentlich es Zahlen zur Nachfrageentwicklung, der Raffinerieauslastung im Land und auch der gesamten Ölproduktion der USA. Seit Corona die Ölnachfrage im Frühjahr hat einbrechen lassen, wird vor allem die Entwicklung dieser Daten genau beobachtet.

 

Im gestrigen Bericht meldete das DOE Abbauten bei Rohöl und auch bei Destillaten – eigentlich ein Aspekt, der die Preise tendenziell stützen würde. Doch schwerer wog für die Marktteilnehmer der deutliche Rückgang der Nachfrage, sowohl nach Heizöl und Diesel als auch nach Benzin. Vor allem der US-Benzinverbrauch war in den letzten Monaten zu einer Art Synonym für die Erholung von den Corona-Auswirkungen geworden, hatte sich doch die stark eingeschränkte Mobilität durch Lockdowns, Homeoffice und Schulschließungen deutlich niedergeschlagen. Jeder Rückgang der Benzinnachfrage schürt somit die Sorge vor neuen Einbrüchen.

 

Ausblick
Nach der Veröffentlichung der DOE-Bestandsdaten rutschten die börsengehandelten Rohölpreise entsprechend deutlich ab. Dies schlägt sich heute auch bei den Heizölpreisen im Bundesgebiet durch. Verbraucher können heute mit Preisnachlässen von durchschnittlich etwa -0,50 bis -0,70 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern Morgen rechnen.

Quelle: Futures-Services

21.10.2020 13:49

Kraftstoffpreise: Super E10 geht um 1,8 Cent zurück – Auch Diesel ist billiger als in der Vorwoche

München (ots)

Verbraucher können sich in dieser Woche über rückläufige Spritpreise freuen. Wie der ADAC ermittelt, kostet ein Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt derzeit 1,220 Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 1,8 Cent im Vergleich zur Vorwoche.

Auch beim Diesel ist in dieser Woche eine Verbilligung zu verzeichnen. Für einen Liter werden hier an den Zapfsäulen im bundesweiten Mittel 1,041 Euro fällig. Somit gibt es auch beim Diesel in dieser Woche einen Rückgang von 0,8 Cent im Vergleich zur vorherigen Woche. Die erhöhte Nachfrage nach Heizöl zur kälteren Jahreszeit hat einen Einfluss auf die Entwicklung des Dieselpreises.

Die Preisdifferenz beider Kraftstoffe verringert sich somit in dieser Woche weiter. Aktuell liegt sie bei 17,9 Cent. Die Preisgestaltung an den Tankstellen spiegelt die insgesamt ruhige Marktlage am Weltrohölmarkt wider. Die für die Entwicklung der Kraftstoffpreise relevanten Rohölnotierungen der Sorte Brent schwanken nach wie vor knapp oberhalb der 40-Dollar-Marke.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern grundsätzlich, vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, kann viel Geld sparen. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
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aktuell@adac.de

 

Quelle: https://www.presseportal.de/

Quelle: Futures-Services

21.10.2020 9:55

Libyens Ölförderung wird zum Problem für die OPEC

Libyen ist das Land mit den größten Erdölvorkommen auf dem afrikanischen Kontinent. Allerdings war die Ölförderung aufgrund eines Bürgerkrieges zuletzt fast vollständig zum Erliegen gekommen. Doch nun herrscht seit einigen Wochen schon Waffenstillstand und Libyens Öl beginnt wieder zu sprudeln. Der Zeitpunkt könnte allerdings angesichts der Corona-Krise kaum ungünstiger sein.

 

Ölanlagen gehen wieder ans Netz
Seit Anfang des Jahres waren fast alle Ölanlagen Libyens, von Pipelines über Ölbohranlagen bis zu Verladehäfen, von bewaffneten Rebellen blockiert gewesen. Hatte die Förderung des Landes im Dezember noch etwa 1,7 Millionen Barrel (à 159 Liter) täglich betragen, sank sie im Juli auf nur noch 90.000 Barrel pro Tag.

 

Mit dem im August ausgehandelten Waffenstillstand wurden sukzessive auch die Blockaden an den libyschen Ölanlagen aufgehoben und seit einigen Wochen gehen immer mehr Ölfelder zurück ans Netz und die Förderung läuft wieder an. Vor einer Woche konnte schließlich auch das größte libysche Ölfeld, El Sharara, wieder in Betrieb genommen werden und dürfte in den nächsten Tagen eine Kapazität von 250.000 Barrel am Tag erreichen. Die Gesamtförderung des Landes läge damit bei mindestens 750.000 Barrel täglich.

 

Mehr Öl trotz schwacher Nachfrage – Ein Problem für die OPEC
Libyens steigende Ölförderung bedeutet, dass mehr Öl auf dem Weltmarkt zur Verfügung steht. Doch die schwache Corona-Nachfrage bleibt das große Sorgenkind an den Ölmärkten, denn sie erholt sich längst nicht so schnell, wie man noch im Sommer gehofft hatte. Noch mehr Öl führt damit zwangsläufig zu einer weltweiten Überversorgung, die sich belastend auf die börsengehandelten Rohölpreise auswirkt.

 

Dieser Problematik ist sich auch die Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) bewusst und hat schon im Frühjahr historische Förderkürzungen für ihre Mitglieder verhängt, um eine komplette Überversorgung aufzufangen. Damals fiel das bürgerkriegsgebeutelte Libyen als Ölproduzent kaum ins Gewicht, so dass das Land offiziell von den Kürzungen ausgenommen wurde. Die Wiederaufnahme der libyschen Bohrtätigkeit könnte die OPEC nun zum Handeln zwingen.

 

Eigentlich wollte das Produzentenbündnis ab Januar 2021 wieder 2 Millionen Barrel mehr pro Tag an Produktion zulassen. Doch möglicherweise wird diese Maßnahme erst einmal bis auf Weiteres verschoben, um Libyens zusätzliche Mengen aufzufangen. Das wirtschaftlich stark leidende Land ist auf die Einnahmen aus den Ölverkäufen dringen angewiesen und wird deshalb kaum dazu gezwungen werden können, die gerade erst wieder angelaufenen Ölindustrie wieder einzustampfen.

Quelle: Futures-Services

20.10.2020 9:30

OPEC lässt sich nicht in die Karten schauen

Gestern tagte die OPEC gemeinsam mit ihren Partnern (OPEC+) per Videokonferenz und diskutierte über die aktuellen Förderkürzungen der Organisation. Diese wurden eingeführt um den Nachfrageeinbruch durch die Corona-Krise aufzufangen. Allerdings blieben die Ergebnisse ziemlich vage. Die OPEC+ will sich offenbar nicht in die Karten schauen lassen.

 

Keine konkreten Ergebnisse
Von besonderem Interesse war für die Marktteilnehmer gestern, ob die OPEC+ Aussagen zu der geplanten Anpassung der Fördermengen im Januar machen würde. Zur Zeit haben die Mitgliedsstaaten ihre Produktion freiwillig um insgesamt 7,7 Millionen Barrel (à 159 Liter) reduziert. Ab dem neuen Jahr soll diese Menge aber geringer werden und dann nur noch 5,8 Millionen Barrel betragen.

 

Allerdings wurde dieser Plan im Frühjahr geschmiedet, als man bis zum Ende des Jahres noch mit einer deutlich besseren Nachfrageerholung gerechnet hatte. Damals schien es wahrscheinlich, dass der Markt 2021 die etwa 2 Millionen Barrel an zusätzlichem Öl pro Tag gut verkraften würde. Doch nun hat sich der Ausblick ziemlich eingetrübt. Die Nachfrage nach Öl und Ölprodukten bleibt aufgrund der neuen Corona-Welle nach wie vor gering. Statt dessen kommen aus den eigenen Reihen der OPEC unerwartet höhere Ölmengen, denn Libyen hat nach dem Ende eines langwierigen Bürgerkrieges seine Ölproduktion wieder hochgefahren und könnte schon bald wieder bis zu 1,7 Millionen Barrel täglich fördern.

 

Droht die Überversorgung?

Die Marktteilnehmer befürchten nun, dass es aufgrund der stagnierenden Nachfrageerholung und der gleichzeitigen Produktionssteigerung der OPEC+ bald zu einer starken Überversorgung kommen könnte. Diese würde die Ölpreise wieder heftig unter Druck bringen, auch wenn ein plötzlicher Preissturz wie im Frühjahr, als die Preise zwischenzeitlich sogar ins Minus rutschten, ziemlich unwahrscheinlich ist.

 

Die Vorsitzenden des gestrigen Treffens, Saudi-Arabiens Energieminister Abdulaziz Bin Salman und sein russischer Amtskollege Alexander Nowak, betonten zwar, dass die OPEC+ alles nötige tun werde, um den Markt weiter unter Kontrolle zu halten, gaben aber keine konkrete Marschrute vor. Dies könnte sich aber schon nächsten Monat ändern, wenn die Organisation zu ihrer offiziellen Vollversammlung zusammenkommt. Experten halten es nach wie vor für wahrscheinlich, dass spätestens dann entschieden wird, die aktuellen Kürzungen auch über den Jahreswechsel hinaus beizubehalten.

Quelle: Futures-Services

19.10.2020 9:34

OPEC muss Überversorgung verhindern

Eine heftige zweite Welle an Corona-Infektionen hält die Welt erneut im Würgegriff. Die Sorge an den Ölmärkten wächst, dass es wieder zu einem Preiseinbruch vergleichbar zum Frühjahr kommen könnte. Damals hatte die OPEC historisch hohe Produktionskürzungen beschlossen, um die schwindende Nachfrage auszugleichen und die Preise zu stabilisieren. Eigentlich sollten diese Kürzungen im Januar deutlich reduziert werden. Doch dies könnte sich nun als Fehler erweisen.

 

OPEC muss Entscheidungen treffen
Ab Mai kürzte die OPEC gemeinsam mit ihren Partnerstaaten rekordverdächtige 9,7 Mio. Barrel täglich. Dies entsprach einer Reduktion des weltweiten Ölangebotes um etwa 1,54 Mrd. Liter am Tag. So stark hatte die OPEC ihr Angebot noch nie zuvor reduziert und entsprechend zeigte die Maßnahme schnell Wirkung. Die Ölpreise stabilisierten sich in den Sommermonaten und trotz der Anpassung der Kürzungen auf 7,7 Mio. Barrel (à 159 Liter) im Juli brachen die Preise nicht erneut ein.

 

Der Plan der OPEC und ihrer Partner sah vor, die Kürzungen ab Januar erneut anzupassen und dann nur noch 5,7 Mio. Barrel täglich zu reduzieren. Doch nun könnte es nötig werden, diese im Frühjahr gefassten Pläne zu überdenken, denn nicht nur ist die Corona-Pandemie so präsent wie nie, auch aus den eigenen OPEC-Reihen steigt die Ölproduktion stärker an als erwartet.

 

Grund ist Libyen, dessen Ölproduktion seit Jahresbeginn wegen des heftigen Bürgerkrieges im Land nahezu lahmgelegt war. Das Land mit den größten Ölreserven Afrikas produzierte am Ende gerade mal noch 90.000 Barrel pro Tag (im Vergleich zu 1,7 Mio. Barrel im Vorjahr). Inzwischen herrscht Waffenstillstand in Libyen und die Ölproduktion nimmt wieder an Fahrt auf. In der vergangenen Woche soll das Land schon wieder 0,5 Mio. Barrel Öl produziert haben.

 

Damit kommt eine unerwartet große Menge an Öl auf den Weltmarkt, mit der die OPEC nicht gerechnet hat. Gleichzeitig stagniert die Nachfrageerholung bei steigenden Fallzahlen und Verschärfungen der Corona-Beschränkungen. Sollte die OPEC nun ihre Förderkürzungen ebenfalls lockern, würde sich aller Wahrscheinlichkeit nach ein Überangebot auf dem Weltmarkt ergeben, das die Ölpreise bedeutend unter Druck brächte.

 

Wichtige Vertreter der OPEC und ihrer Partner treffen sich heute zur Videokonferenz, um das weitere Vorgehen zu diskutieren. Die Marktteilnehmer erwarten sich davon mögliche neue Hinweise zu einer Verschiebung der Kürzungsanpassung im Januar. Eine endgültige Entscheidung wird allerdings wohl erst Ende November/Anfang Dezember getroffen, wenn die offizielle Vollversammlung stattfindet.

Quelle: Futures-Services

17.10.2020 10:30

Ölheizungen: Neue Bestimmungen, kein Verbot

Am 1. November tritt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft. Es führt nicht nur bisherige Regelungen zusammen, sondern berücksichtigt auch neue Inhalte aus dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung. Daher ergeben sich neue Bestimmungen für Häuser mit einer Ölheizung, allerdings kein generelles Verbot für das bewährte Heizsystem. Das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Blick in den Heizungskeller: Hybridgerät, Warmwasserspeicher, Stromspeicher, Heizöltank

Ölheizungen werden nicht verboten – bestehende Anlagen dürfen weiter betrieben und auch modernisiert werden. Foto: IWO

Für Hauseigentümer und -eigentümerinnen mit einer Ölheizung im Keller ist das wohl der wichtigste Punkt: Bestehende Ölheizungen dürfen weiter betrieben und auch modernisiert werden. „Bis einschließlich 2025 können bestehende Heizkessel wie gewohnt gegen moderne Öl-Brennwertgeräte ausgetauscht werden“, so IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. Nur für Hausbesitzer in Baden-Württemberg gelten andere Regeln. Dort sind bereits heute die Vorgaben des landesspezifischen Erneuerbare Wärme-Gesetzes (EWärmeG) zu beachten. In Hamburg ist die Gültigkeit landeseigener Bestimmungen derzeit noch unklar. Aber auch nach 2025 dürfen Ölheizungen weiterhin eingebaut werden – es sind lediglich Auflagen zu beachten.

 

Ölheizungen: Einbau auch nach 2025 möglich

Für den Einbau von neuen Ölheizungen nach 2025 gilt die Einbindung von erneuerbaren Energien. Das können zum Beispiel Solarthermieanlagen sein. Der Einbau einer Ölheizung allein ist allerdings auch erlaubt, nämlich dann, wenn kein Gas- oder Fernwärmenetz vorhanden ist und keine erneuerbaren Energien anteilig eingebunden werden können. Hat jemand bereits seine Ölheizung mit einer Solaranlage kombiniert, so kann er jederzeit einen Kesseltausch durchführen, da das Gebäude bereits anteilig mit erneuerbaren Energien versorgt wird.

 

Keine Änderungen bei der Austauschpflicht

Bei der maximalen Betriebszeit von älteren Öl- und Gasheizungen ändert sich nichts. Hier gelten auch künftig die bislang durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgegebenen Bestimmungen. Das bedeutet eine maximale Laufzeit von 30 Jahren. Und auch die Ausnahme – nämlich für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat – hat weiter Gültigkeit. In solchen Fällen greift die Austauschverpflichtung für 30 Jahre alte Heizkessel nur im Falle eines Eigentümerwechsels. Auch Heizgeräte mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik sind von der Pflicht ausgenommen.

 

Hausbesitzer, die auf moderne Öl-Brennwerttechnik setzen und damit ihre Heizung modernisieren, sparen anschließend Brennstoff und damit Heizkosten ein. Foto: IWO

Modernisierung lohnt sich oft

Verrichtet die Heizung seit 20 Jahren oder länger ihren Dienst, ist es sinnvoll, über eine Modernisierung nachzudenken. Wer auf effiziente Technik setzt, kann langfristig Energiekosten einsparen. „Für ölbeheizte Gebäude ist dabei der Einbau eines modernen Öl-Brennwertgeräts oftmals die günstigste Option“, so Willig. „Der Heizölbedarf kann so gegenüber einem alten Kessel deutlich reduziert werden.“ Die direkte Einbindung erneuerbarer Energien, etwa in Form einer Solaranlage, sei dann nicht nur einfach, sondern helfe auch dabei, die CO2-Emissionen des Eigenheims weiter zu verringern.

 

Förderung für Hybridanlagen

Und wer sich für eine Hybridanlage entscheidet, kann sich nicht nur über sinkende Energiekosten freuen: „Für den Einbau neuer Öl-Hybridanlagen gibt es weiterhin staatliche Fördergelder“, erklärt Willig. Finanziell unterstützt wird der Einbau der erneuerbaren Komponenten, wie zum Beispiel eine Solaranlage, mit 30 Prozent der Investitionskosten. Zusätzlich gibt es auch immer wieder nichtstaatliche Förderaktionen, zum Beispiel von Heizgeräteherstellern. Und die erneuerbaren Energien, wie Solaranlagen, können auch unabhängig von der eigentlichen Heizungsmodernisierung in einem zweiten Schritt integriert werden.

Werbeaufnahmen für das Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO) im November 2016 in Roth.

Wird die Heizung zum Hybridsystem, können für die erneuerbare Komponente staatliche Fördermittel beantragt werden. Foto: IWO

 

Mit Hochdruck wird zudem an alternativen treibhausgasreduzierten beziehungsweise sogar -neutralen flüssigen Brennstoffen gearbeitet. „Durch mehr Effizienz, Hybridtechnologie und solche neuen Future Fuels können auch Gebäude mit einer Ölheizung langfristig die Klimaziele erreichen“, unterstreicht Willig. „Dass dies in der Praxis funktioniert, zeigen bereits heute etliche Modellprojekte unseres Instituts.“

 

Weitere Informationen auf www.zukunftsheizen.de.

 

IWO, 2020

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Quelle: Futures-Services

16.10.2020 17:27

Tanken im Norden am teuersten – Rheinland-Pfalz bei Benzin und Diesel am günstigsten

München (ots)

Die regionalen Unterschiede beim Preis für das Tanken haben sich im vergangenen Monat deutlich verringert. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bundesländervergleich des ADAC. Dennoch bleibt beim Benzin eine Differenz von 4,7 Cent zwischen dem günstigsten Bundesland (Rheinland-Pfalz) und dem teuersten (Schleswig-Holstein). Ein Liter Super E10 kostet in Rheinland-Pfalz im Schnitt 1,237 Euro, im nördlichsten Bundesland fallen für einen Liter Super E10 aktuell 1,284 Euro an. Nur wenig günstiger ist Benzin in Hamburg, wo man für einen Liter 1,281 Euro bezahlen muss. Fast so preiswert wie in Rheinland-Pfalz können Autofahrer aktuell in Bayern tanken. Ein Liter Super E10 kostet dort im Durchschnitt 1.239 Euro.

Diesel ist derzeit ebenfalls in Rheinland-Pfalz am günstigsten. Ein Liter kostet hier durchschnittlich 1,059 Euro, ebenso in Mecklenburg-Vorpommern. Bayern und Hessen folgen knapp dahinter mit einem Mittelpreis von 1,061 Euro. Verbraucher bezahlen aktuell in Bremen für Diesel mit 1,097 Euro pro Liter am meisten. Die Differenz zum günstigsten Bundesland liegt bei 3,8 Cent.

 

Quellenangabe: „obs/ADAC“

In der aktuellen Untersuchung hat der ADAC am Freitag um 11 Uhr die Preisdaten von mehr als 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet. Die ermittelten Preise stellen eine Momentaufnahme dar. Unkomplizierte und schnelle Hilfe für preisbewusste Autofahrer bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen rund um den Kraftstoffmarkt gibt es zudem unter www.adac.de/tanken.

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/7849/4736505?utm_source=directmail&utm_medium=email&utm_campaign=push

Quelle: Futures-Services

16.10.2020 9:52

Positive Bestandsdaten mit wenig Wirkung

Am 15. Oktober 2020 hat das DOE (Department of Energy – das amerikanische Energieministerium) seine wöchentlichen Bestandsmeldungen herausgegeben. Als Indikator für Produktion und Nachfrage des größten Ölproduzenten und -konsumenten der Welt, ein wichtiger Anhaltspunkt für Händler. Trotz scheinbar positiver Meldungen, ist der preisstützende Effekt schnell verpufft.

 

Bestandssenkung deutlicher als erwartet

In der wöchentlichen Vorausschau zur Veränderung der Rohölbestände haben Analysten mit weitaus niedrigeren Rückgängen gerechnet. Erwartungen lagen bei knapp 2 Millionen Barrel Rohöl (á 159 Liter), tatsächlich waren es aber aber ca. 3,8 Millionen Barrel, die aus den landesweiten Lagern gezogen wurden.

 

Dies hat sich bei den Destillaten (Heizöl, Diesel, Kerosin) bestätigt. Hier sind die gemeldeten Bestandsrückgange fast viermal so hoch ausgefallen wie erwartet. Auch bei Benzin haben die behördlichen Meldungen die Erwartungen übertroffen. Alles Faktoren die, für sich genommen, steigende Preise erwarten lassen.

 

Andere Sorgen belasten Händler

Nun müssen diese Meldungen im Kontext der vergangenen Woche betrachtet werden. So hat der Hurrikan Delta, der über das Herz der offshore Ölproduktion im Golf von Mexiko hinweg zog, fast die gesamte Ölproduktion vor Ort unterbrochen. Auch Raffinerien hatten noch mit Nachwirkungen von Stürmen zu kämpfen und mussten aus Vorsicht den Betrieb einstellen.

 

Trotz schwacher Nachfrage, wurde also in der Woche weniger Erdöl gefördert und es wurden weniger Produkte aus den Raffinerien bezogen. Alles Faktoren, die in Die Bestandsveränderung mit hinein spielen. Auch Im- und Exporte mussten während dieser Zeit unterbrochen werden, da Öllieferungen sturmbedingt nicht gelöscht werden konnten.

 

So haben die Bestandsmeldungen der amerikanischen Regierung zwar Händler sicherlich aufatmen lassen, diese Erholung wird allerdings im Kontext weitaus geringer ausfallen als gedacht. Besonders im Hinblick auf die besorgniserregenden Coronafallzahlen in den USA, haben Bestandsrückgänge an Gewicht verloren.

 

Marktlage

Händler erwarten die Heizölpreise mit wenig Veränderung im Vergleich zu Donnerstagmorgen. Man rechnet mit -0,10 bis +0,05 Euro pro 100 Liter Heizöl.

Quelle: Futures-Services